Rockmusik, kurz auch Rock, dient als Oberbegriff für Musikrichtungen, die sich seit Ende der 1960er Jahre aus der Vermischung des Rock ’n’ Roll der späten 1950er und frühen 1960er Jahre und anderen Musikstilen wie z. B. Beatmusik und Blues entwickelt haben.

Mit seinem Auftauchen auf der Bildfläche löste der Rockstar, der zuerst von Elvis Presley, später von den Beatles, den The Rolling Stones und in der Folge von immer neuen Protagonisten und Bands personifiziert wurde, den Hollywoodstar als Identifikationsfigur ab. Im Vergleich zu letzterem entfesselte der Rockstar eine Jugendbewegung, die Generations- und Gesellschaftskonflikte aufbrechen ließ, wie es in der Geschichte bisher ohne Vergleich ist. Dazu kommt, dass es in der Rockmusik nicht, wie z. B. im Hollywoodfilm, der klassischen Musik oder dem Jazz, um Perfektion oder handwerkliche Virtuosität geht. Seit dem hüpfenden Gesang von Elvis Presley auf That’s All Right, über die bewusst aufs Album genommenen Verspielfehler von Jimmy Page auf dem Album Led Zeppelin II, der rauen Amateurhaftigkeit der Sex Pistols bis zu den Kieksern und hohen Schreien von Michael Jackson ist es das Momentane, Körperliche, das Authentische und Individuelle, das im Zentrum steht, die Unwiederholbarkeit des Augenblicks, die die Grenzen zwischen Musiker und Musikhörer noch weiter verschwinden lässt.

2017 wurde Rockmusik in den US-Charts als meistgekauftes Genre abgelöst; Rhythm and Blues und HipHop hatten mit 25,1 Prozent den größten Anteil am Konsum, Rock folgte mit 23 Prozent. Rockmusik hat mit 40 Prozent noch den Hauptanteil an Albumverkauf, doch sind die Verkaufszahlen seit Jahren rückläufig.

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