R&B bezeichnet den in den 1940er-Jahren vorherrschenden Stil afroamerikanischer Popmusik: eine rhythmisch stark akzentuierte Form des Blues, aus der später Rock ’n’ Roll, die von Weißen gespielte und produzierte Form des Rhythm and Blues, wurde. Der Begriff Rhythm and Blues tauchte 1941 nach einem Tantiemen-Streit zwischen der amerikanischen Urheberrechtsgesellschaft ASCAP und den Rundfunkanstalten der USA erstmals als Gattungsbegriff auf, um den als diskriminierend empfundenen Begriff Race Music zu ersetzen.

Ab dem Jahr 2000 wird R&B auch ganz allgemein als „Black Music“ oder „Urban Music“ bezeichnet, denn R&B und Hip-Hop sind zunehmend miteinander verschmolzen. Bekannte Vertreter ab dem Jahr 2000 sind u. a. Alicia Keys, Beyoncé, Usher, Bruno Mars und Rihanna.

Als Sänger und Musiker dieser Ära, die dem Rhythm-and-Blues-Stil der 1940er- und 1950er-Jahre – zumindest zeitweise – zuzurechnen sind, gelten neben den schon genannten Louis Jordan und Big Joe Turner neben anderen Hank Ballard, Jesse Belvin, Brook Benton, Earl Bostic, Bill Doggett, Charles Brown, Roy Brown, Ruth Brown, Billy Eckstine, Lowell Fulson, Lionel Hampton, John Lee Hooker, Etta James, Little Willie John, Buddy Johnson, B.B. King, Johnny Otis, Jimmy Reed, Ella Mae Morse, Dinah Washington, T-Bone Walker, Muddy Waters, Joe Williams, Howlin’ Wolf und Jimmy Witherspoon sowie Vokalensembles wie The Coasters, The Drifters, The Clovers und The Platters.

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