Lateinamerikanische Musik ist ein Sammelbegriff für die Tänze, Rhythmen und Stile der Musik, wie sie in lateinamerikanischen Ländern gespielt wird. Als stiltypisch werden meist die Musikformen angesehen, die gemeinhin mit der Musik aus Kuba verbunden werden: Eine Mischung aus spanischen melodiösen und afrikanischen rhythmischen Einflüssen.

Grundsätzlich kann in der lateinamerikanischen Musik davon ausgegangen werden, dass sich hier sehr viele traditionelle Stile vereint haben und vor allem aus afro-brasilianischen, afro-kolumbianischen und afro-karibischen Musikformen bestehen. In allen Fällen ist die Musik von der afrikanisch stämmigen Bevölkerung geprägt worden, die in den Jahrhunderten zuvor aus Afrika verschleppt wurde und in den gesamten mittelamerikanischen und südamerikanischen Ländern, sowie in den Südstaaten der heutigen USA, angesiedelt wurde.

Die Musikstile der lateinamerikanischen Musik haben sich vorwiegend in den ländlichen Regionen im 18. und 19.Jahrhundert entwickelt und sind von den Musikformen der städtischen Regionen zu unterscheiden. Die urbanen Musikstile kamen erst später hinzu und sind als Mischformen in den Großstädten Lateinamerikas entstanden. Dazu gehören zum Beispiel der Tango Argentino, der aus Buenos Aires und aus Montevideo stammt und als einer melancholischsten Ausdruckstänze überhaupt gilt.

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